Buchtipp - Imaginäres Museum
Donnerstag, Januar 10th, 2008Eigentlich eine gute Idee: zusammentragen, was die Literatur so über die bildende, insbesondere malende Kunst schreibt. Wie leicht oder schwer tun sich die Herren Autoren mit dem Umstand, daß da etwas fürs Auge gemacht ist, was zwar beschreiben, aber nicht eben erreichen kann. Wann sind die Texte stark, wann schwach. Wie genau halten sie sich an das Thema? Das Bildnis des Dorian Gray von Wilde und Lovecrafts Pickmans Modell sind am dichtesten dran, vielleicht weil sie weniger das Bild als seine wirkung beschreiben und darin sicherer und - sinnvoller - sind. Die anderen Geschichten fallen leicht ab, hin und wieder mal ein Licht am Horizont und am Ende mit einem großen Tusch dank Max Aub. Der Anspruch hängt in diesem Fall sehr hoch. Ob er erreicht werden konnte, es bleibt jedem selbst überlassen, dies herauszufinden. Ich habe Max Aub entdeckt. Und das war gut so.

