Buchtipp - Vollard - Erinnerungen eines Buchhändlers

Die “Erinnerungen eines Kunsthändlers” von Ambroise Vollard (1865-1939) zeigen auf angenehme und intime Weise die Innenansicht eines sich entwicklenden Kunstmarktes zur vorletzten Jahrhundertwende mitten in Europa.

Wie sehr auch gerade durch Personen wie Vollard Mythen und Geschichten rund um die zeitgenössische Kunst geprägt sind, wird deutlich, wenn man seinen Berichten über Begegnungen mit den großen Meistern der damaligen Zeit folgt.
Vollard ist angenehm unaufgeregt, selten ist seine feine Kritik offen und nie absolut. Viel mehr ist er der Beobachter, der zum großen Teil sehr gegensätzliche Strömungen aufnimmt, begleitet und berücksichtigt.
“Den Seinen gabs der Herr im Schlaf.” führte er einstmals als Erklärung seines - auch kommerziellen - Erfolges an. Für den heutigen Kunstmarkt hält dieses Buch eine wichtige Botschaft bereit: Genieße unaufgeregt.

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